• Stressfrei durch den Alltag – Tipp 4 – ‚Nein-Sagen‘

    Kannst du gut ‚Nein-Sagen‘?

    NEIN zu sagen, wenn andere etwas von dir möchten, was du eigentlich nicht machen willst oder deine Zeitplanung es erschwert, ist oft gar nicht so leicht.

    Du merkst, dass du entweder keine Zeit oder keine Lust dazu hast, doch deine Gedanken gehen oft eigene Wege …

    Vielleicht denkst du … was soll man machen? Das ist eben so, wenn der*die Kollege*Kollegin mal wieder ganz schnell etwas benötigt, obwohl er*sie es schon seit längerer Zeit wusste.

    Vielleicht denkst du auch … ich bin eben fremdbestimmt und kann es nicht ändern.

    … oder es ist für dich wichtig als freundlich und hilfsbereit zu gelten und du befürchtest, dass du dich unbeliebt machst, wenn du etwas nicht oder nicht gleich erledigst.

    Doch alle diese Gedanken formen dich!

    …du machst und fühlst dich als ‚Opfer‘ der Situation und vielleicht resignierst du sogar.

    Also, was kannst du tun?

    Wenn es dir schwer fällt NEIN zu sagen, dann gibt es kleine Kniffe es zu lernen….

    Zuerst verschaffe dir Zeit! Vielleicht sagst du einfach …“ich schaue gerade mal in meinen Kalender, in meine Planung … und melde mich danach wieder“

    Das verschafft dir Zeit darüber nachzudenken, ob du es machen willst/kannst. Du kannst auch überlegen, wenn du es machen willst, dass es zu einem anderen Zeitpunkt besser passt und machst einen konkreten Vorschlag.

    Der nächste Kniff ist aus dem Nein ein Ja zu machen. Du sagst einfach, „Ja, bis morgen mittag kann ich es erledigen, momentan leider nicht.“

    Und wenn deine Überlegungen zum Ergebnis kommen, dass du es gar nicht machen kannst oder willst, dann sind folgende Sätze „das passt leider nicht“ oder wenn du dich richtig abgrenzen willst „(Nein,) das möchte ich nicht“ ein guter Kniff um Selbstbestimmung zu lernen.

    Abgrenzungskompetenz ist eine wichtige Grundlage sein TUN selber gestalten zu können und oft auch der Rettungsanker vor Überforderung.

    Wenn du das mit der angemessenen Freundlichkeit tust, wirst du dich bestimmt auch nicht unbeliebt machen, sondern eher Wertschätzung für deine Geradlinigkeit erhalten. Denn eins ist klar, wer zuvor darüber nachgedacht hat, ob und wann etwas erledigt wird, der demonstriert Verlässlichkeit und macht eben überwiegend die Tätigkeiten zu denen er*sie auch steht.

    Wer allerdings verleitet ist durch einen überdimensionierten Antreiber ‚Mach es allen recht‘, dem liefere ich hier nun noch ein Zitat einer meiner Seminarteilnehmer

    „Everybody’s Darling is everybody’s Depp

    …. und wer will das schon?

    Deine Cornelia Wirth

     

     

     

     

     

  • Stressfrei durch den Alltag – Tipp 3 – ‚Die Anerkennungsfalle‘

    Welche Ansprüche hast du an dein eigenes Leben?

    Hier gibt es natürlich unterschiedliche Bereiche …
    einen interessanten und sinnvollen Job, eine*n Partner*in mit ebenfalls gutem oder auch besseren Job, eine Vorzeigefamilie mit Kindern, die in der Schule und im Sport ebenfalls sehr gute Leistungen zeigen, einen attraktiven Wohnort mit schönem Umfeld, stets sauber, aufgeräumt und gut gestaltet, einen Balkon oder Garten, der gepflegt und getrimmt allzeit zum Verweilen einlädt. Als Gastgeber*in wird Besonderes, selbst frisch Zubereitetes, serviert und fröhlich das eigene Umfeld voller Stolz präsentiert.

    Und nun kommst auch noch du als Person… das eigene Optimum beim Aussehen und einer guten Figur, und einer super sportlichen und mentalen Fitness mit anerkennenswerten Hobbies und Interessen….

    Ja, hast du es schon beim Lesen gemerkt?

    SO EIN LEBEN ist anstrengend, besonders wenn einige der Ansprüche gleichzeitig erfüllt werden wollen.
    Die Frage ist nur WOFÜR tun wir das alles? Wofür streben wir nach all diesen Idealen?

    Hier nun der Tipp: Frage dich selbst, woher der Anspruch kommt? Machst du es für dich oder brauchst du die ‚Likes‘?

    Eine ganze Generation junger Menschen hängt gerade in der ‚Anerkennungsfalle‘.
    Facebook, Instagram unterstützen diese Anerkennungssucht. Selbstinszenierung und Selbstwertgefühl sind eng verbunden und machen verletzlich, wenn die Anerkennung ausbleibt…
    Frag Dich einfach, wie du dich fühlen würdest, wenn die Anerkennung ausbleibt für beruflichen Erfolg, sportliche Leistung, gutes Aussehen …

    Wer bist du ohne dass andere dich ‚liken‘?

    Kannst du dir dann trotzdem selber ein ‚like’ geben, ohne dass du es dir verdienen musstest?

    Wenn du an dieser Stelle ein aufrichtiges ‚Ja‘ sagen kannst, dann hast du alles, um der ‚Anerkennungsfalle‘ zu entkommen.

    Du brauchst weder deinen Eltern, Bekannten, Nachbarn, Arbeitskollegen oder anonymen Followern zu gefallen. Du bist wie du bist und lebst deine Ansprüche, weil es dir so gefällt.

    Und wenn es mal zu anstrengend wird, dann kannst du deine Ansprüche reflektieren oder einfach mal denken ‚Nobody is Perfect!‘

    Deine Cornelia Wirth

  • Stressfrei durch den Alltag -Tipp 1- Stress verstehen

    Geht es dir auch oft so, dass du das Gefühl hast es wird dir zu viel? Du hast einiges getan, aber es wartet noch so viel unerledigtes?

    Aber, was hat das mit Stress zu tun? Im allgemeinen Verständnis wird Stress oder im Stress zu sein synonym mit Belastungen oder einem zu viel an Anforderungen gleichgesetzt, doch so einfach ist das Verstehen von Stress leider nicht.

    Es gibt Stress, der kommt von außen, z.B. in Form von anderen Menschen oder Situationen mit denen du nicht gerechnet hast. Ein LKW, der plötzlich vor dir die Fahrbahn wechselt und dich in Gefahr bringt. Gottseidank gibt es da die Stresshormone, die dir helfen ohne darüber nachzudenken sofort zu reagieren. Du reagierst schnell und bremst ab … und du merkst anschließend wie dein Körper nicht mehr im Ruhemodus ist, sondern sich im Ausnahmezustand befindet. Vielleicht zitterst du, denkst oder sagst laut ein Schimpfwort, hubst wie wild, deine Atmung und auch dein Energiestoffwechsel ist unter dieser Situation verändert. Adrenalin, Noradrenalin und später auch Cortisol verändern eine Reihe von körperlichen und psychischen Vorgängen, denn in dieser Situation benötigt Denken, Reflektieren und bewusstes Handeln zu viel Zeit. Dein Stresssystem reagiert unwillkürlich, was heißt, dass du darauf keinen direkten Einfluss hast.

    Irgendwann ist diese Situation dann vorbei und du hast dich wieder beruhigt. Doch allein darüber nachzudenken, wie knapp die Situation war, kann dich weiterhin unbewusst beeinflussen. Doch darüber schreibe ich zum späteren Zeitpunkt mehr.

    So, nun zu den vielen Aufgaben und dem unerledigten, was dich belastet und vielleicht deinen Nachtschlaf beeinträchtigt.

    Es gibt eben nicht nur den Stress von außen, sondern auch den, der von uns selbst kommt. Wenn dein Denken unterstreicht, dass du zwar viel zu tun hast, doch du dies alles ganz gemütlich, nach und nach abarbeitest und du auch noch unwichtiges einfach liegen lässt bis du dazu Zeit und Lust hast, dann … empfindest du keinen Stress.

    Falls du allerdings gedanklich auf besorgt schaltest, dann reagiert dein Stresssystem ähnlich wie beim LKW, der eine Gefahr darstellt, unbewusst mit der Ausschüttung von Stresshormonen. Die Schwierigkeit hierbei ist leider nur, dass du bewusst darauf keinen Einfluss hast. Du merkst nur wie deine innere Unruhe zunimmt und du unzufrieden bist und gereizt reagierst. Du nimmst dir vielleicht nicht einmal mehr Zeit für Pausen oder für angenehmes, sondern du arbeitest immer mehr, aber du wirst nicht fertig, weil immer neues dazu kommt. …

    Erinnerst du dich daran, wie ich die Situation mit dem LKW beschrieben habe? Keine Zeit zum Denken, Reflektieren oder zum bewussten Handeln? Das liegt daran, dass unter dem Einfluss der Stresshormone der frontale Kortex, also das Areal im Gehirn, das für die Analyse benötigt wird, für die Prioritätensetzung und auch für die Lösungssuche durch die alten Areale (limbisches System) blockiert wird. Die alten Areale kennen nur Kampf, Flucht oder Schockstarre… und damit kommst du mit den vielen Anforderungen leider nicht weiter.

    Also, was hilft?

    Nimm dir einen Moment Zeit, am besten machst Du eine Pause oder am allerbesten gehe raus in die Natur und bewege dich in einem angenehmen Umfeld.

    Während du tief durchatmest, frage dich was diese Aufgaben, die du noch nicht erledigt hast und die dir Sorgen bereiten, für dich bedeuten? Welche Auswirkungen hat es, wenn sie nicht getan werden. Bist du oder andere in Lebensgefahr? Was ist, wenn du sie jetzt nicht, sondern später erledigst? Bist du die*der einzige, der sie erledigen kann? Kann es vielleicht auch jemand anders tun, auch wenn er*sie es nicht so gut kann wie du?…

    Alle Gedanken, die du dazu hast, helfen dir wieder zu reflektieren und aus dem Stressmodus heraus in den Lösungsmodus zu kommen.

    Also, mach einfach öfter eine Pause und schaffe Ordnung in deinen Gedanken. Danach machst du eine Liste, schreibst alles unerledigte auf und überlegst dir wie du gemütlich alles abarbeitest.

    Viel Erfolg, Deine Cornelia Wirth